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Hornillos - Castrojeriz
Dieser Eintrag stammt von kabayoshi Am 7.5.2010 @ 13:54 In Der Camino | 1 Kommentar
24.04.10
Heute sind wir schon sehr früh losgegangen. Wir wollten so schnell wie möglich raus der Herberge. Die Sonne war noch nicht aufgegangen und es herrschte dickster Nebel. Nur gut, dass wir unsere “Nebelrückleuten” dabei hatten. Mit unseren Taschenlampen in der Hand marschierten wir los. Es ist schon ein komisches Gefühl in der Morgendämmerung mitten im Nebel loszumarschieren - besonders dann, wenn man Mitten in Spanien ist und im Prinzip keinen blassen Schimmer hat wo man gerade ist.
Nach ca. 5 km, wir kamen gerade an einer Weggablung an, hörten wir aus Nebel plötzlich “Falscher Weg, Falscher Weg”. Wir blieben erstmal verdutzt stehen. Einer junger Mann kam aus dem Nebel gelaufen und erklärte uns, dass der Wegweiser in die falsche Richtung zeigt. Kurzer Hand stellten wir den Wegweiser richtig auf.
Der Nebel verflog langsam und die Sonne kam immer kräftiger durch. So gegen 9 Uhr kamen wir in Hontanas an. Ein kleines Dorf mitten im nirgendwo. Dort nahmen wir erstmal ein Frühstück zu uns, incl. Café con Leche. Im Dorfladen kauften wir abschließend noch ein paar Äpfel und schon ging es weiter in Richtung Castrojeriz.
Der restliche Weg war eigentlich recht unspektakulär. Zwischendurch kamen wir an einem verfallenen Kloster vorbei, wo früher Leprakranker versorgt wurden. Die Pilger, die damals vorbei kamen, wurde durch eine Mulde in der Mauer mit essen versorgt.
Am frühen Nachmittag kamen endlich in Castrojeriz an. Wir beschlossen heute mal in einem Hotel zu übernachten - die gestrige steckte noch in unseren Knochen. Ich fand es ein wenig zu teuer, das Zimmer zu klein und mit dem Self-Service-Frühstück hatte ich auch so meine Probleme. Aber der Hotelier lieh uns einen Wäscheständer und wir konnten ein bissel Wäsche waschen.
Abends waren wir noch in der Bar “La Taberne”, wo auch Harpe Kerkeling schon war (siehe Buch). Es war echt toll da, ein uriges Ambiente und ein etwas kauzig wirkender Wirt, der mit Harpe Kerkeling´s Gästebucheintrag hausieren ging. Das Pilgermenu war auch sehr lecker - nur auf die Schnecken im 1. Gang habe ich verzichtet. Nach je 1 Liter Cervesas und einer gemeinsamen Flasche Wein gingen wir spät abends zufrieden ins bett. Morgen beginnt ein neuer Tag und es liegen 26 km als tagesstrecke vor uns.
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